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Wie sind Pheromone entstanden?

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Wie sind Pheromone entstanden?

Wie Pheromone entstanden sind – natürliche Duft- und Lockstoffe der Evolution

Pheromone sind natürliche Duft- und Lockstoffe des Körpers. Schon lange bevor Menschen sprechen konnten, kommunizierten Lebewesen über chemische Signale. Diese natürlichen Duftstoffe entwickelten sich im Laufe der Evolution als effektive Form der Verständigung. Beim Menschen spielen natürliche Körpergerüche vermutlich eine größere Rolle, als vielen bewusst ist. Sie können Sympathie, Vertrautheit oder Anziehung beeinflussen, oft vollkommen unbewusst.

Auch Tiere nutzen Pheromone bis heute zur Partnersuche. Viele Tierarten verwenden sie außerdem zur Reviermarkierung oder als Warnsignal vor Gefahren.

Pflanzen setzen ebenso chemische Duftstoffe frei, zum Beispiel Phytonzide. Sie dienen unter anderem dazu, Schädlinge abzuwehren oder mit ihrer Umgebung zu interagieren.

Kirschblüten

Wie Pheromone entstanden sind

Die Entstehung von Pheromonen reicht Millionen Jahre zurück. Schon frühe Organismen entwickelten chemische Botenstoffe, um Prozesse im eigenen Körper zu steuern und mit anderen Lebewesen zu kommunizieren. Diese Form der Verständigung funktionierte ohne Sprache oder Sichtkontakt und galt evolutionär als besonders effizient. Das erste wissenschaftlich nachgewiesene Pheromon wurde 1959 vom deutschen Chemiker Adolf Butenandt entdeckt. Dabei handelte es sich um „Bombykol“, einen Duftstoff des Seidenspinners. Diese Entdeckung gilt bis heute als Beginn der modernen Pheromonforschung. 

Besonders häufig wird in diesem Zusammenhang das sogenannte MHC-System untersucht. Diese Gene spielen eine wichtige Rolle für das Immunsystem. Beim Menschen entstehen natürliche Duftstoffe unter anderem über die Haut, den Schweiß sowie den Atem.

Moleküle in einer Flüssigkeit

Warum Pheromone entstanden sind 

Die Evolution scheint sich dabei eine Art zweites System aufgebaut zu haben. Früher galt vor allem der Stärkere als beste Wahl für die Fortpflanzung und den Erhalt der Art. Heute geht die Forschung jedoch davon aus, dass genetische Kompatibilität oft wichtiger sein könnte, als reine Dominanz oder Stärke. Entscheidend ist also nicht nur, wer stärker ist, sondern welche Gene biologisch besser zusammenpassen. Genau dadurch könnte die Wahrscheinlichkeit für gesunde Nachkommen erhöht worden sein. Dieses unbewusste Auswahlprinzip scheint sich über Millionen Jahre in der Evolution etabliert zu haben.

Hormone und Pheromone werden häufig verwechselt, erfüllen jedoch unterschiedliche Aufgaben. Hormone wirken innerhalb des Körpers und steuern Prozesse wie Schlaf, Stimmung, Hunger oder Fortpflanzung. Pheromone dagegen werden nach außen abgegeben und dienen der chemischen Kommunikation zwischen Lebewesen. 

Mehr über den Unterschied zwischen Hormonen und Pheromonen sowie die Wirkung natürlicher Körpergerüche findest du im Beitrag So riecht Intimität.

Hand in Hand im romantischen Sonnenuntergang

Gibt es menschliche Pheromone wirklich? 

Ob Menschen tatsächlich echte Pheromone besitzen, ist bis heute nicht vollständig geklärt. Einige Forschende halten dies für wahrscheinlich. Die Wissenschaft hält sich nämlich deutlich vorsichtiger beim Menschen. Was aber die Wissenschaft stand heute sagt ist, dass der Mensch unbewusst auf natürliche Körpergerüche reagiert. 
Dies gilt bislang jedoch nicht als eindeutiger Nachweis für echte, eindeutig identifizierte „menschliche Pheromone“.

Bei den Tieren sind diese Lock- und Duftstoffe eindeutig nachgewiesen. Ganz ehrlich? Viele Menschen haben das Gefühl, dass natürliche Körpergerüche eine starke unterschwellige Wirkung besitzen. Manchmal beginnen wir, jemanden zu mögen, den wir anfangs gar nicht „gut riechen“ konnten. Oft geschieht das vollkommen unbewusst. Wir hören auf unsere Nase. Viele Wissenschaftler gehen von einem komplexen Zusammenspiel aus Geruch, Erfahrung, Biologie und Psychologie aus.

Aufsteigender Neben auf einer leicht hügeligen Waldlandschaft

Warum natürliche Körpergerüche faszinieren

Gerüche sind direkt mit den emotionalen Zentren unseres Gehirns verbunden. Deshalb können bestimmte Düfte sofort Erinnerungen, Vertrautheit oder Anziehung auslösen, ohne dass wir bewusst darüber nachdenken.
Natürliche Körpergerüche wirken oft erst unterschwellig, können aber langfristig intensiver wirken als Parfums, weil sie individuelle biologische Informationen transportieren. Zwar werben manche Hersteller mit sogenannten „Pheromonen“ in Parfums, wissenschaftlich eindeutig belegte menschliche Pheromone gelten bislang jedoch als umstritten.


Quellen

* Wikipedia – Pheromon
* Spektrum.de – Geruch und Partnerwahl
* DocCheck Flexikon – Pheromone
* Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie
* Claus Wedekind et al. – „MHC-dependent mate preferences in humans“